Projektinformation


Schätze der Kulturlandschaft

Zu den Schätzen unserer Kulturlandschaft zählen nicht nur „große“ Kulturgüter, sondern auch die zahlreichen Klein- und Flurdenkmäler, die von vielen unbeachtet, unsere Landschaft maßgeblich prägen. In großer Formenvielfalt erinnern sie an historische Begebenheiten, Naturkatastrophen oder Schicksalsschläge, sind Ausdruck einer tief verwurzelten Volksfrömmigkeit und stellen wertvolle lokale Zeugnisse dar. Leider wurde die Bedeutung dieser Kulturgüter in der Vergangenheit oft nicht erkannt und viele Denkmäler im Zuge von Flurbereinigungen achtlos versetzt oder dem Verfall preisgegeben.

Erst das internationale Denkmalschutzjahr 1975 brachte eine Wende. In einigen Gemeinden wurden erstmals Klein- und Flurdenkmäler systematisch erfasst um sie für die Zukunft zu erhalten. Die Erfassung innerhalb der EuRegio blieb jedoch sehr lückenhaft und in ihrer Aufbereitung unterschiedlich.

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Um die bisherigen Einzelaktivitäten sinnvoll zu bündeln und in einer, dem Stand der Technik entsprechenden Art aufzubereiten, haben sich die EuRegio, das Salzburger Bildungswerk und das Salzburger Institut für Raumordnung & Wohnen um eine Neuaufnahme der Kleindenkmäler bemüht und im Jahr 2001 eine Länder- und Staatenübergreifende Arbeitsgemeinschaft zur Erhebung und digitalen Erfassung von Klein- und Flurdenkmälern gegründet.


Schätze der Kulturlandschaft I (2002-2004)

Datenbank zur digitalen Erfassung der Klein- und Flurdenkmäler in der EuRegio

Im Projekt „Datenbank zur digitalen Erfassung der Klein- und Flurdenkmäler in der EuRegio“ (2002-2004) wurde eine einzigartige neue und moderne Form der Archivierung und Präsentation der Klein- und Flurdenkmäler ermöglicht. Die Basis bildet eine von einem Fachgremium festgelegte Kategorienliste, die alle Objekte beinhaltet, die im Rahmen des Projektes „Schätze der Kulturlandschaft“ als Klein- oder Flurdenkmal aufgenommen werden können. Die Objekte werden in einem umfassenden Erhebungsbogen dokumentiert, der die Grundlage der Internetdatenbank bildet. Dabei ist es gelungen grenzüberschreitend zu arbeiten und die Region Berchtesgadener Land, Traunstein und Land Salzburg als Einheit zu sehen. Zur Qualitätssicherung wurden die Erhebungsbögen erst nach fachlicher Überprüfung in der Internet Datenbank freigeschalten.

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Am Pilotprojekt haben sich 11 Gemeinden aus Salzburg und Bayern (Ainring, Bad Reichenhall, Laufen, Traunreut, Trostberg, Elsbethen, Lamprechtshausen, Oberndorf, Saalfelden, St. Koloman, Seeham) beteiligt, wobei insgesamt 1007 Objekte in umfassender und einheitlicher Form dokumentiert und in die Datenbank aufgenommen wurden. --> öffentliche Datenbank


Schätze der Kulturlandschaft II (2005-2007)

Sehen und Sichern
Im Projekt „Sehen und Sichern“ (2005 – 2007) wird die bestehende Datenbank erweitert und die Grundlagen für eine weitgehend autonome und kostengünstige Erfassung von Klein- und Flurdenkmälern geschaffen um den Fortbestand der Aufnahmen auch in Zukunft zu sichern.


Übersichtskarte: EURegio Land Salzburg

Projektziele

Projektseite im WWW

Die im Rahmen des Projektes „Schätze der Kulturlandschaft I“ entwickelte Homepage www.kleindenkmaeler.com wird laufend aktualisiert und ist damit als virtuelle Informationsplattform ein wichtiges Informationsmodul. Sie beinhaltet neben Projektinformationen für Interessierte auch Kontaktadressen und bildet gleichzeitig den Einstieg zur Datenbank. Wichtige Dokumente für die Erfassung von Klein- und Flurdenkmälern stehen als download rund um die Uhr zur Verfügung.


Was bringt das Projekt den Gemeinden?

Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit, Präsentation und Dokumentation wird die Bevölkerung auf die zahlreichen Landschaftsjuwele aufmerksam gemacht und ein verstärktes Bewusstsein für die Bedeutung der Kleindenkmäler geschaffen. Zudem sind die kulturhistorisch wertvollen Informationen für die Bevölkerung und den Tourismus vielseitig nutzbar z.B.: für Kultur-, Bildungs- und Erholungsangebote wie „Kultur-Wanderwege“ oder für die Tourismuswerbung.
--> Folgeprodukte

Die Daten können einem ausgesuchten Nutzerkreis – Wissenschafter, Interpolbeamte – zugänglich gemacht werden.

Die Dokumentation gibt einen Überblick über den Zustand der aufgenommenen Objekte. Dadurch können wichtige Schritte zur Motivation der Objekteigentümer für Erhaltung, Pflege und Restaurierung gemacht werden, damit uns unsere Schätze der Kulturlandschaft auch in Zukunft erhalten bleiben.